Keine Sorge – das Bild ist mit KI entstanden. Eine politische Karriere steht für mich derzeit nicht zur Debatte. Aber Bilder dürfen Gedanken auslösen. Dieses hier hat bei mir genau das getan. Ich habe mich gefragt: Wenn ich tatsächlich eine einzige Entscheidung für unser Land treffen dürfte – welche wäre das? Viele würden vermutlich Wirtschaft nennen. Andere Digitalisierung, Bürokratie oder Steuern. Ich nicht. Ich würde in Bildung investieren. Nicht in die nächste Schulreform oder neue Lehrpläne. Ich würde unser Verständnis von Bildung verändern.
Denn, wir leben in einer Zeit, in der Wissen seinen exklusiven Wert verliert.
Künstliche Intelligenz beantwortet Fragen in Sekunden. Fachwissen bleibt wichtig – keine Frage. Aber es wird immer seltener der entscheidende Unterschied sein. Der Unterschied entsteht an einer anderen Stelle: Wer bereit ist, weiterzulernen, wird Zukunft gestalten. Klingt simple, ist es aber nicht. Für mich endet Bildung nicht mit einem Abschluss. Sie beginnt genau dort, wo Menschen bereit sind, ihre eigene Haltung zu hinterfragen, neue Perspektiven einzunehmen und sich weiterzuentwickeln. Das ist kein theoretischer Gedanke. Das ist mein Alltag. Genau das erlebe ich in meinen Coachings. Ich arbeite mit Menschen, die Verantwortung tragen. Geschäftsführer, Führungskräfte, Unternehmer, Tranformer, Neu- und Umorientierer. Sie bringen allesamt Erfahrungen mit, ein grosses Portfolio an Kompetenzen und enormes Fachwissen.
Was ihnen häufig fehlt, ist etwas anderes: Der Raum, das eigene Denken weiterzuentwickeln.
A la: Nicht noch ein Fachseminar. Bitte nicht noch mehr Informationen.
Sondern Zeit für Fragen wie:
- Wie führe ich Menschen in einer Welt, die sich permanent verändert?
- Wie schaffe ich Orientierung, wenn niemand mehr alle Antworten kennt?
- Wie bleibe ich neugierig, obwohl mein Kalender längst voll ist?
- Wie entwickle ich mich weiter, ohne ständig jedem Trend hinterherzulaufen?
Genau dort beginnt für mich Bildung. Nicht im Klassenzimmer. Sondern in der Bereitschaft, das eigene Denken immer wieder zu erweitern. Unternehmen investieren heute Millionen in Digitalisierung und KI. Das ist richtig und wichtig. Aber Technologie allein verändert keine Kultur. Sie verändert keine Führung. Und sie entwickelt keine Menschen.
Deshalb glaube ich, dass wir die falsche Frage stellen.
Nicht: Wie intelligent ist unsere Technologie?
Sondern: Wie lernfähig sind wir selbst?
Meiner Meinung nach werden nicht diejenigen erfolgreich sein, die heute am meisten wissen. Sondern diejenigen, die noch bereit sind, Neues zu lernen. Dabei spielt Reflexion ein grosses Thema. Und das Durchhalten, Annehmen, Aktivsein und -bleiben. Vielleicht wäre genau das die erste Entscheidung, die ich als Bundeskanzlerin anstoßen würde.
Mich interessiert Ihre Meinung: Wenn Sie heute eine einzige Entscheidung für die Zukunft Deutschlands treffen könnten – welche wäre das? Schreiben Sie mir gerne einen Kommentar. Ich bin gespannt auf den Austausch.
Bleiben Sie klar. Bleiben Sie wirksam.
Ines Felicitas Rittner
Expertin für Persönlichkeitsentwicklung
Management-Trainerin I NLP MasterCoach
zertifiziert gem. ISO DIN EN 17024
